Die Geschichte der Dessous - Dessous und Unterwäsche im Laufe der Zeit

Dessous – sexy, verführerisch, erotisch? Der Stoff verdeckt doch nur was Mann und Frau begehrt -
Adam und Eva verdeckten ihre Reize laut Bibel aus Scham mit einem Feigenblatt.
 
Wissenschaftler sehen das nüchterner: Unterwäsche schützt vor Verletzungen, Kälte und Sonnenstrahlen und dienen der Körperhygiene. Auch wenn Dessous (frz. dessous, darunter) heute sehr extravagant verarbeitet sind und sehr erotisch aussehen, schützen sie doch noch immer an empfindlichen Stellen vor Umwelteinflüssen, sie sind aber viel mehr geworden als ein einfacher Lendenschurz.
 
Machen Sie mit uns eine Reise durch die Vergangenheit und erfahren Sie mehr über die Entwicklung von BH, Unterhose, Strümpfe … Manchmal klingt es seltsam und abenteuerlich, was unsere Vorfahren „untendrunter“ getragen haben:
 
Schon seit frühester Zeit schützten sich die Menschen vor Umwelteinflüssen:
In der Steinzeit banden sich die Urzeit-Menschen Blätter oder Tierfelle um die Brust und den Schambereich, um sich zu schützen.
 
Der Lendenschurz, vor 200.000 Jahren getragen, wurde aus Hanf, Bast oder Fell gefertigt und war als Schutz gegen Umwelteinflüsse sehr praktisch, aber nicht sehr ästhetisch, schon gar keine Reizwäsche.
Aus der Zeit von 20.000 v. Chr. fand man Abbildungen von Frauen, die Korsetts aus Tierhäuten tragen.
 
Historische Malereien belegen, dass die erste echte Unterwäsche vor etwa 6000 Jahren im alten Ägypten verwendet wurde. Dort trugen Männer von hohem Rang zwei knielange, kunstvoll drapierte und gefaltete Lendenschurze als Schutz vor Schmutz und Kälte. Die ärmeren Männer trugen den Schurz kurz und glatt um die Hüften gebunden. Die unterschiedliche Länge der Schurze spiegelte den gesellschaftlichen Stand des Trägers wider.
 
Im antiken Griechenland wurden auf 5.000 Jahre alten kretischen Urnen Abbildungen von Bronzekorsetts gefunden.
Um dem Busen einen besseren Halt zu geben und ihn besser zur Geltung zu bringen, stützen ihn die kretischen Frauen in der Antike mit einer Brustbinde, dem sogenannten „Strophium“, handbreit, farbenfroh verziert, meistens aus Stoff, manchmal aber auch aus Leder gefertigt.
Außerdem trug die Griechin der Antike unter ihrem Gewand ein Band um die Hüften um ihre Weiblichkeit zu unterstreichen.
Männer und Frauen trugen Unterkleider, Chiton genannt. Diese aus Baumwolle oder Leinen bestehenden Rechtecke wurden an der linken Körperseite gefaltet und geschlossen. An der rechten, offenen Körperseite wurden sie mit einer Heftnadel befestigt. Männer trugen diesen Chiton knielang, Frauen dagegen waren bis zu den Knöcheln bedeckt.
Ab dem 9. Jhdt. vor Chr. bis zum 1. Jhdt. vor Chr. trugen junge Mädchen den Mastodeton (griech. mastos, Brust), ein schmales rotes, die Brüste einschnürendes Band als Büstenhalter und bis zu ihrer Heirat einen den Bauch einschnürenden und flach drückenden Hüftgürtel, die sogenannte Zona.
 
Auch römische Frauen der Antike trugen Brustbinden, „Fascia pectoralis“ genannt, um ihre Brust damit abzubinden, da damals der flache, kleine Busen modern war. Die Frau mit üppigerem Busen trug die Mamillare, eine Brustbinde aus Leder, die den Busen platt drückt. Am weitesten verbreitet war jedoch das Strophium, eine Binde, die die Brüste stützt und umgibt, ohne sie zu komprimieren.
Die Römerin trug unter ihrem Kleid eine knielange Tunika, die Hüften wurden von einer Zona eingeschnürt.
Vor allem die reichen Frauen trugen auch ein „Subligaculum“, den Urvater des heutigen Slips, bestehend aus einem Tuch, das zwischen den Beinen durchgeführt und seitlich in der Hüfte geknotet oder vernäht war. Es wurde hauptsächlich zum Baden und beim Sport verwendet, wurde aber auch von Männern getragen.
Das Zingulum diente dazu, einen Zipfel des Gewandes hochzuhalten, damit darunter das vollkommen überflüssige Strumpfband sichtbar wurde. Denn die Römerinnen trugen keine Strümpfe. Diese, aus Koketterie mit einem Schmuckstück verzierten Bänder, dienten dazu, das Begehren der Männer zu wecken.
 
Bei den Hebräern und Hethitern waren beinlose Lendenhosen verbreitet. Ein solches Modell findet sich übrigens an einer sumerischen Terrakotta-Mädchenfigur (3000 v.Chr.), die im Museum in Bagdad ausgestellt ist.
 
Während der Bronzezeit war eine Art Unterhose bei männlichen Kelten und Germanen bekannt, die sich bis zum 11. Jhdt. hielt. Dieses „Schamtuch“ wurde um den Bauch gelegt, durch die Beine nach hinten gezogen und seitlich gebunden.
 
Im Mittelalter folgte ein Rückschritt in der Entwicklung der Unterwäsche: Frau und Mann zogen den Zipfel ihrer Leinenhemden nach hinten durch – sehr einfach und ohne Reiz.
 
Ab 1350 soll von beiden Geschlechtern ein korsettartiges Untergewand wegen der besseren Körperhaltung getragen worden sein. Die verwendeten Materialien bestanden zu dieser Zeit ausschließlich aus Leder und Eisen. Mit Holz-, Eisen- oder Fischbeinschienen wurde das Korsett versteift: es drückte die Brüste flach und verlieh dem Körper eine steife Kegelform, die weiblichen Formen negierend.
Die Unterhose, die oberschenkellange Bruche der Männer, deren Beine über den Knien abgebunden waren und die auf der Vorderseite offen und in Hüfthöhe über einen Gurt gerollt war, war allgemein verbreitet.
 
Die Europäerin im 15. Jahrhundert trug Miederwaren auf der Oberbekleidung: der Surcot, eine über dem Gewand getragene, die Brüste flach drückende und den Bauch betonende Weste. Unter ihrem Gewand trug die Frau ein die Taille einschnürendes Band. Der Oberkörper steckte in einer Korsage, der Futaine, die noch durch eine kurze Korsage, dem Doublet, und die Brust zusammendrückende Stoffbinden ergänzt wurde. Für Frauen mit Missbildungen gab es sogar Eisenkorsetts. Unterhosen waren nicht üblich.
 
Auch für den Mann wird angenommen, dass er unter der damals üblichen Strumpfhose keine Unterhose getragen hat.
 
Die Frau der Renaissance trug unter ihrem Kleid aus schweren, kostbaren Stoffen aus Italien oder Spanien einen Vertugadin, eine Art Reifrock. Dieser bestand aus Polstern, Fischbeinreifen, Eisendraht und zuweilen auch aus Holz oder Weidenruten, saß auf der Taille und gab dem Rock Volumen.
Des weiteren gab es die Basquine, ein mit Fischbein versteiftes Oberteil aus Leinen oder Baumwolle, das bis unter die Halskrause reichte und mit einem Schnürband befestigt war. Die Basquine wurde über dem Baumwollhemd angelegt, dessen Ende in einem Beinkleid (aus luxuriösen Stoffen als Blickfang) steckte. Diese Unterhose, vorerst von venezianischen Prostituierten in Frankreich getragen, wurde um 1571 von Katharina von Medici als "Gesäßbinde" eingeführt. Sie befahl den Damen an ihrem Hof, sie beim Reiten zu tragen. Sie umschloss den Körper von der Taille bis zu den Knien, wurde Calecon genannt.
Prinzipiell waren Hosen aber für Frauen verpönt und wurden nur in seltenen Situationen von Bäuerinnen zur Feldarbeit, von Tänzerinnen und eben Reiterinnen getragen.
 
Zwei Unterhosenmodelle für den Mann kamen auf: eine kurze und eine knie- bis wadenlange Unterhose, die der Länge der Oberhose angepasst wurden. Beide waren auf der Rückseite offen und wurden mit einem Zugband im Taillenbund zusammen gehalten.
 
Im 17. Jhdt. änderte sich die Dessousmode bei den Frauen – jetzt hieß es, Rundungen zu zeigen. Also wurde bei der Unterwäsche besonders die Hüfte betont und die Frauen banden sich Tücher wulstartig um die Hüfte. Diese unpraktische Mode wurde später durch den Reifrock ersetzt. Um die Hüften noch mehr zu betonen, eine schmale Taille zu erhalten und ein verführerisches Dekolleté zu schaffen, trugen die Frauen eine Schnürbrust, den Vorläufer des Korsetts. Dabei schnürten die Damen die Taille so stark es nur möglich war zusammen, die Schultern und Arme wurden zurückgezogen und die Brust sehr hoch geschnürt.
 
Im 18. Jhdt. wurde das Korsett vom Mieder abgelöst, das etwas bequemer zu tragen war. Aber dennoch: Mieder raubten Frauen die Luft und Männern den Atem.
Darüber wurden ein Hemd und ein Unterrock angezogen. Lange Unterhosen kamen aus der Mode.
Die Frau des 18. Jahrhunderts zog keine Beinkleider mehr an, sie war also unter ihren zahlreichen Unterröcken, die sie ebenso wie das Hemd enthüllt, wieder nackt.
Unterröcke wurden zwischen dem Oberrock und der „Panier“ getragen. Je weiter man vordringt, desto viel versprechender werden die Namen der Unterröcke: der äußerste Rock, der Bescheidene (Le Modeste), der nächste, der Verschmitzte, der Schelmische (Le Fripon) und der innerste, der Verborgene (Le Secret). Le Modeste war vorne geöffnet und seitlich gerafft, wodurch er den Stoff des Fripon hervorblitzen ließ. Die Panier (=Reifengestell) sollte die Rundungen und den Umfang des Rockes betonen.
Zur eleganten Kleidung gehörte der Schnürleib mit Rücken- oder Frontschnürung. Diesen gab es in feinen Stoffen und vielen Variationen: mit Trägern, mit einem rechteckigen oder ovalen Dekolleté für die adelige Frau, schließlich besaßen Frauen einfachen Standes keine Dessous.
 
Hin und wieder trugen die Männer knielange Unterhosen, lieber aber hatten sie längere Unterhemden an, die zwischen die Beine geschoben wurden.
 
Bis ins 19.Jhdt. wurde Unterwäsche ausschließlich aus Leinen gefertigt. Nur dieses hielt den rabiaten Reinigungsmethoden stand. Kratzige und unerotische Unterwäsche versteckten die Damen unter Reifrock und Mieder. Schließlich brachten Wespentaille und ausladende Hüften schon damals die Männer ins Schwitzen.
 
Die Frau der Romantik war mit zahlreichen Dessous bekleidet. Sie trug ein nach oben verlängertes Korsett mit Verstärkungen für die Brüste, nach unten reichte es bis über die Hüften. Es besaß breite Träger und in der Taille wurde es mit einem steifen Blankscheit vervollständigt (Das Blankscheit ist ein ca. 30 cm langes, 3-4 cm breites Brettchen, das in eine Aussparung der vorderen Mitte der Schnürbrust eingeschoben wurde, um die zu jener Zeit modische, gerade Linie zwischen Brust und Bauch zu erzielen. Es wurde vornehmlich aus Holz, Horn oder Fischbein gefertigt, selten auch aus Metall.) Zur Schnürung verwendete man nun Metallösen.
 
Um 1810 kamen die ersten Schnürmieder auf - der Körper der Biedermeierfrau sollte zierlich und zerbrechlich aussehen, die Wespentaille wurde wieder zur Mode.
 
Zwischen 1815 und 1840 trug die Frau unter ihrem Korsett ein knielanges Hemd.
Um 1835 blieb nur noch ein ganz kurzer flacher Ärmelansatz übrig. Die Anzahl der Unterröcke wurde immer umfangreicher: bis zu sieben trug man - je höher der Stand einer Frau desto mehr Unterröcke.
 
Ab etwa 1820 sorgten die verfügbaren Korsett-Modelle immerhin dafür, dass die Trägerin zum Festzurren der Schnürung nicht länger ihren Ehemann oder eine Dienerin rufen musste, aber das machte sie kaum bequemer. Haken, Schnäpper und Schnürzeug standen auf der Tagesordnung und eine Vielzahl kleinerer Änderungen wurde patentiert - aus den Schnürmiedern wurden sogenannte mechanische Korsetts, die mit eingeschlagenen Metallösen gefertigt wurden. Sie wurden unter der Oberbekleidung getragen und stützten mit Fischbein oder sogar Stahlstangen die bodenlangen, bis zu sechs Meter breiten Kleider der Damen.
 
Um eine großzügige Weite des Kleidrockes zu erlangen, begann man, den zweituntersten Unterrock mit Rosshaar zu durchziehen bzw. auch den Saum desselben mit Strohflechten zu verstärken. Auf diese Weise entstand die Krinoline (frz. crin, Rosshaar), also ein mit Rosshaar versteifter Unterrock.
 
Frauen war es noch immer nicht erlaubt, Unterhosen zu tragen, denn Hosen galten als Symbol der Männlichkeit. Aber mit der Durchsetzung der Krinoline fand die Unterhose für die Frauen der Oberschicht allgemeine Verbreitung, denn die Damen zeigten zu viel Bein. Erst jetzt war es ihnen gestattet, unter dem Rock eine Unterhose zu tragen, die jedoch im Schritt immer noch offen war. Diese Öffnung in der Unterhose sollte die weibliche Symbolik wahren. Diese Hose war lang, gerüscht und mit einem Spitzenvolant verziert und wurde „das Unaussprechliche“ oder auch „Tugendwächter“ genannt. Darunter trug man die Strumpfbänder oder die neuartigen Korsetts mit Strumpfhaltern.
 
Männer trugen sowohl knie- als auch knöchellange Unterhosen, wobei die Langversion – bisweilen mit angesetzten Füßen (Vorläufer der heutigen Strumpfhosen) – bis 1820 vorrangige Priorität besaß. Sie hatte ein breites Hüftband und war an der Vorderseite zu knöpfen. Manchmal war auch ein kleiner Schlitz an der Rückseite angebracht, der mit einem Band zusammen gehalten wurde.
 
Um 1840 erschienen einige Korsetts mit einzelnen Körben für die Brust, was zum vorherrschenden Merkmal der Patente wurde.
 
1855 ging die Französin Millet daran, Metallstreifen in den Unterrock einzunähen. Der Engländer Thomson soll dann ein Jahr später die "künstliche" bzw. "Stahlreifen-Krinoline", umgangssprachlich auch "Käfig-Krinoline" (frz. jupe cage) erfunden haben. Diese bestand aus horizontalen, nach unten hin größer werdenden Stahlreifen, die durch vertikale Bänder verbunden waren. "Trotz des enormen Verbrauchs an Stahl - die metallurgischen Werke in Sachsen stellten in zehn Jahren 9,6 Millionen Stahlreifen-Krinolinen her, von denen jede etwa 90 Ellen Metalldraht erforderte - war die neue Krinoline bedeutend preisgünstiger als der mit Rosshaar versteifte Unterrock", schreibt Ingrid Loschek in ihrem Mode- und Kostümlexikon. Dabei wurde der Terminus "Krinoline" auch für den Stahlreifenrock beibehalten.
 
Als Frühform des modernen BHs kann der Büstenhalter von Henry Lesher aus Brooklyn (1859) (Patent US 24033) gelten: Er hatte eine Verbindungsplatte zwischen beiden Brustkörben und sah aus wie eine Rüstung.
 
In den 1860ern brachte die Firma Schiesser die erste Unterhose für den Mann auf den Markt, während einige Frauen der amerikanischen Oberschicht in kleineren Aktionen gegen das Korsett rebellierten. Eine interessante und populäre Alternative zum Korsett war die „Union“-Flanellunterwäsche, eine Art Unterhemd mit einer Stütze für die Brust, 1875 als US 161851 von George Frost und George Henry Phelps aus Boston patentiert.
 
Das Bild wandelte sich 1870, plötzlich gefiel der Damenwelt die korbartige Tournüre (frz. tourner, drehen). Sie formte den "falschen Steiß", eine Ausbuchtung des verlängerten Rückens.
Die Tournüre war ein am Rückenende angebrachtes steifes Gestell, über das sich die Kleider in Falten zum so genannten Cul de Paris, dem „Pariser Hinterteil“ türmten. Heute kaum vorstellbar, raubte es seinerzeit den Herren der Schöpfung fast den Verstand.
 
1870 kam die lange Unterhose aus Baumwoll- oder Seidentrikot auf.
 
Um 1876 mehrten sich die Forderungen, Frauenkleidung den »Gesetzen der Gesundheit« anzupassen. Die Abschaffung des Korsetts wurde verlangt – beileibe jedoch nicht ersatzlos. Eine Vielzahl von Leibchen und Brusthaltern erreichte den Markt. Diese »Reformleibchen« jedoch blieben in der Tradition verhaftet: Viele hatten Fischbeinstäbchen, Spiralfedern oder Schnureinlagen. Und zudem glaubten nur extrem emanzipierte Frauen, ganz ohne künstliche Stützung von Rückenmuskulatur und Brüsten auszukommen zu können.
Es wurden aber auch weiche, unverstärkte Trikot-Leibchen getragen.
Die im Schritt offenen Unterhosen wurden geschlossen, das Korsett wurde in zwei Teile geteilt. Damit konnte sich der BH gegen Ende des Jhdts. endgültig durchsetzen: Die Frauen erledigten viel Hausarbeit – aber wer kann sich schon bücken, wenn einem Metallstangen und Metallstäbchen die Luft abdrücken? Deshalb kam der BH als Ersatz für das Korsett.
 
Der BH wurde weiterentwickelt, viele Patente wurden eingereicht:
1887 wurde in England ein "Bust Improver" - ein Brustverbesserer – patentiert.
Die sogenannten „Brustverbesserer“ in Form von Wattierungen blieben während des gesamten 19.Jhdts. erhalten und wurden über dem Korsett getragen.
 
Das 1. Patent (in Frankreich) für Büstenhalter wurde in Paris 1889 auf die Französin Hermine Cadolle eingetragen. Sie entwickelte ein Brustmieder, „Bien-être“ genannt, indem sie zwei Taschentücher aneinander knotete.

Das 1. kaiserliches Patent auf ein Brustleibchen wurde 1891 für den Industriellen Hugo Schindler (aus Böhmen) angemeldet - Patent "62 641" – Dieser BH hatte zwei an einem Gürtel befestigte Kappen, die oben mit Bändern befestigt wurden.
 
Den eigentlichen Schritt hin zum modernen BH tat Marie Tucek 1893: Statt die Brust von unten hochzudrücken, wurde sie von den Schultern her gehalten. Mit Trägern, Haken und Ösen könnte diese wunderbare Kreation auch heute noch in jedem Laden zum Verkauf angeboten werden. Tucek spricht von der „Einfachheit und Haltbarkeit der Konstruktion, die an die Stelle des üblichen Korsetts treten und hauptsächlich mit losen Kleidern des so genannten ‚Empire-Stils‘ getragen werden soll“ (die also gerade herabfielen). Vielleicht sah der BH aber nur bequemer aus als er in Wirklichkeit war, denn er erregte zu seiner Zeit kaum Aufmerksamkeit.
 
Um der nun spürbaren „Haltlosigkeit“ zu begegnen, schuf in Dresden Christine Hardt aus zusammengeknüpften Taschentüchern eine Büstenhalterung, die sie am 5. September 1899 unter dem Titel „Frauenleibchen als Brustträger“ beim Kaiserlichen Patentamt anmeldete. In der Patentschrift Nr. 110888 steht geschrieben, dass "dasselbe von seinem verstellbaren Träger behufs Waschens getrennt werden kann." Die verstellbaren Träger, von denen das Leibchen abgeknöpft werden konnte, waren allerdings noch ganz normale Männerhosenträger.
Fräulein Hardt betont, dass "die Brüste nur ... mit Hilfe der Träger hochgehalten, nicht aber durch ein fest um Brust und Rücken anliegendes Korsett" gehalten werden. Dabei sind die Brustbehälter der jeweiligen Größe der Brust gemäß verstellbar.
 
Der Einfluss des Jugendstils machte sich auch in der Mode bemerkbar: In der Wäschewelt ging es jetzt etwas romantischer und feiner zu. Leinen, Batist, Seide, Flanell, Musselin, Stickereien, Spitzen, Häkelmuster, Fältelungen, farbige Bänder und herzförmige Ausschnitte kamen auf. Die Kunst der "Weißnäherei" und der Weißstickerei begann. Fünf Pfund Unterwäsche musste die elegante Frau von damals aber immer noch mit sich herumschleppen: Hose, Hemd, "Anstandsrock", Korsett, Halbunterrock, Untertaille - und im Winter kam noch die wärmende Wäsche dazu.
 
Gegen Ende des 19. Jhdts. bekam das Korsett, das bis jetzt ausschließlich zur Formung der Figur diente, durch Gummistrumpfbänder (heute Strapse genannt) einen modischen Akzent. Und doch waren die neuen Korsetts nicht sehr angenehm zu tragen: Der Unterkörper wurde wieder in eine gerade Linie gedrängt - die angesagte S-Form der Korsetts drückte die Brust nach vorn, Bauch und Po nach hinten. Dazu mussten die Gestelle weit über die Hüften reichen, was die Bewegung der Hüftgelenke beeinträchtigte und beim Sitzen oft heftige Schmerzen bereitete. Wäschewerbung aus jener Zeit zeigen Damen mit überlangem Körper – ohne Taille, Hüfte oder Po
 
Betont wurde auch der Busen, oft mit einer Busenattrappe oder zumindest mit Seidenkissen verstärkt. Das Vorbild für Wonderbra und Silikoneinlagen war erfunden.
Auf der Weltausstellung 1900 konnte man bereits Büstenhalter sehen, sie mussten allerdings in Verbindung mit einem Korsett getragen werden und waren noch nicht sehr verbreitet.
 
Durch den Pariser Modeschöpfer Paul Poiret begann der triumphale Aufstieg unserer geliebten Luxus-Dessous. „Paul Poiret wagte noch mehr. Er verbannte kurzerhand das Korsett aus den Kleidern in die Tiefen des Wäscheschrankes - seine Entwürfe kamen ganz ohne die stützende Wirkung eines Mieders aus. Zu dieser Zeit eine Revolution, noch mehr aber ein Skandal. Der exzentrische Meister schwelgte in Farben und Formen, wickelte und drapierte.“ (Zitat Vanity Fair)
 
Weitere Patente auf BHs wurden angemeldet:
Der schwäbische Jude Sigmund Lindauer (aus Cannstatt) hatte 1912 ein kaiserliches Patent auf einen BH, ließ ihn in Serienfertigung gehen und brachte die Linie "Hautana" auf den Markt - Modelle aus Seidentrikot, die ohne Versteifung direkt auf der Haut zu tragen waren.
 
Das Patent US 1115674 der Amerikanerin Mary Phelps Jacob hatte 1914 großen Erfolg. Sie war eine New Yorker Salonlöwin, die mit ihrer französischen Hausangestellten einen BH aus Taschentüchern, Bändern und Schnüren improvisierte, als sie sich beim Ankleiden für einen Ball über die durchscheinenden Teile ihres Korsetts ärgerte. Jacob versuchte, das Produkt unter dem Namen „Caresse Crosby“ auf den Markt zu bringen. Als sie damit aber wenig Erfolg hatte, trat sie das Patent um $ 1500 an die „Warner Brothers Corset Company“ ab, die die BHs fabrikmäßig herstellte und in den nächsten 30 Jahren $ 15 Millionen damit verdiente.
 
Der 1. Weltkrieg brachte die modische Entwicklung zum Erliegen. Die Dessous bestanden zu dieser Zeit aus Leinen, man konnte es leicht waschen und es war billig.
 
Im Jahr 1916 tauchte der Begriff „Brassière“ für ein Leibchen auf, das die Brust eigens stützte (frz. brassière, Leibchen, Abk. bra)
 
1917 verlangte eine Aktion des amerikanischen Kriegsindustrie-Ausschusses von den Frauen, keine Korsetts mehr zu kaufen (es ist überliefert, dass so über 28000 Tonnen Metall eingespart wurden!), so verschwand das Korsett bis 1920 allmählich ganz.
 
Nach dem Ersten Weltkrieg setzten sich für Männer Unterhosen aus Seide und Baumwolltrikot mit nur oberschenkellangen Beinen und vorderem Schlitz durch.
 
Die beginnende Befreiung in der Damenbekleidung wird zwischen den beiden Weltkriegen (in der sog. Zwischenkriegszeit) durch das Aufkommen des kürzeren Rockes und die Enthüllung der Beine angekündigt.
Man trug schwarze, weiße oder hautfarbene Seidenstrümpfe, teilweise mit bunten Mustern bestickt.
 
Um 1920 war die Zeit der schweren Unterwäsche vorbei. Die Wäsche sollte nicht auftragen sondern wie eine zweite Haut sein. Außerdem durfte Frau endlich Farbe bekennen - Pastelltöne in allen Varianten ( vor allem rauchblau, lindgrün und rosé) lösten das unschuldige Weiß ab.
Das kurze, taillenbetonte Korsett, das bis unter die Hüften reicht und den Ansatz der Oberschenkel umschließt, blieb da, wo es nach Meinung der Mode von damals hingehörte: an der Frau. Der BH wurde noch zusätzlich darunter getragen.
 
Die ersten, unserem heutigen BH ähnlichen Modelle tauchten zu dieser Zeit unter dem französischen Label "Callimaste" auf und waren aus dehnbaren Bändern gefertigt.
Nach dem ersten Weltkrieg sollten die Frauen knabenhaft aussehen, mögliche Rundungen an Brust oder Hüften mussten irgendwie versteckt werden, daher hatten die BHs von damals nur einen Nutzen: Sie sollten den Busen einfach platt drücken - „Garconne-Mode“. Diese flach machenden Büstenhalter wurden aus Seide, Batist, Musselin gefertigt, waren aber teuer, die ärmeren Frauen mussten mit einem BH aus Leinen vorlieb nehmen.
 
Erste Hüfthalter ersetzten manchmal das Korsett. Strumpfbänder waren weiterhin „in“. Der Schlüpfer mit Gummizug in der Taille und kurzen, angeschnittenen Beinen wurde für die Frau modern. Beinahe ein halbes Jahrhundert blieb die Unterhose für die Frau fast oberschenkellang und war aus Seide, später aus Kunstseide oder dem Trikotstoff Charmeuse gearbeitet.
 
Dank der Erfindung der elastischen Gewebefaser Lastex (das Lastex [zusammengesetzt aus „elastisch“ und „Latex“], elastisches Gewebe aus umsponnenen Gummifäden, im Prinzip also ein dünner Gummifaden) im Jahr 1929 in Amerika konnten die Hersteller die Unterwäsche den verschiedenen Damenoberweiten anpassen. Es ist die Geburtsstunde der Größen- und Formenvariationen, Standardgrößen für BHs wurden eingeführt.
 
Schon um 1930 kam ein gummielastisches Korsett auf den Markt, mit Teilschnürungen und Reißverschluss. Dieses Korsett sollte die Brust stützen, Hüften und Oberschenkel wegpressen, also korrigieren und nicht deformieren.
Das Korsett hatte Körbchen mit Absteppungen, Auflagen und Versteifungen, die den Brüsten eine spitze, auseinander stehende Form verliehen und wurde in Kombination mit Strapsen nur zu dem Zweck getragen, um Männer zu verführen. Es schnürte die Taille zu, betonte dadurch die Kurven des weiblichen Körpers und zog die Blicke der Männer magisch an. Die Frau erschien als Vamp, wohlproportioniert, aber schlank um die Hüften.
 
Ab dem Jahr 1937 wurde der BH offiziell als "Büstenhalter" bezeichnet. Er bekam verstellbare Träger und sogar Vorderverschlüsse.
Trägerlose Corselets wurden getragen, die mit ihren dehnbaren Einsätzen richtigen Halt am Körper der Frau bekamen.
 
Der Zweite Weltkrieg kam und mit ihm Not, Entbehrung und Mangel. Selbstgestrickte Unterwäsche und Modelle aus Fallschirmseide wurden getragen. Unterwäsche gab es nur auf Bezugsschein. Die Mieder- und Wäschefabrikanten konnten keine Rohstoffe bekommen. So verlockende Materialien wie Nylon und Perlon aus Amerika konnte die deutsche Industrie zur Kriegszeit nicht beschaffen.
 
Nach dem 2. Weltkrieg konnte sich kaum noch jemand seidene Dessous leisten, man begnügte sich mit einfacher Baumwollunterwäsche.
 
Mit Christian Dior kam 1947 der sogenannte New Look auf, ein Trend, der ein elastisches, gut gearbeitetes Korsett, nun meist Mieder oder Korselett genannt, unentbehrlich machte. Die Wespentaille und ein ausladendes Dekolleté waren ein Must-Have und die Korsett-Industrie erlebte einen noch nie da gewesenen Aufschwung.
Die Frau trug Miederslips, Miederschlüpfer, Miederhöschen. Hüftgürtel, Hüftmieder, Hüfthöschen und BHs und Corselets waren en vogue.
 
In den 50er Jahren verringerte sich die Anzahl der Dessous und es wurde immer weniger zwischen Miederwaren und Unterwäsche unterschieden.
 
Die elegante Dame trug eine Guêpière (frz. guêpe, Wespe, eigentl.“Schnürkorsett“), die durch einen Büstenhalter mit Stützbalconnets ergänzt wurde. Miederhosen waren heiß begehrt. Statt des Hemdes zieht man über die Miederwaren Unterkleider an. Das Beinkleid wird von eng anliegenden Schlüpfern abgelöst. Damit ist die Damenunterwäsche nun vollständig.
 
Bei den Büstenhaltern wurden die Körbchen unterhalb der Schalen verstärkt, anfangs zwar noch mit Fischbein, später dann durch Metallbügel. Die BHs wurden aus zwei dicht nebeneinander liegenden, von halbkreisförmigen Metallbügeln gerahmten Körbchen – öfters mit Schaumstoffeinlagen – aus Nylon oder Perlon bzw. mit Blumen gemustertem Jacquarddamast hergestellt. Sie wurden wattiert, verstärkt, gepusht, modelliert, abgerundet, zugespitzt, hinten oder vorne verschlossen …
 
Eine völlig neue Qualität der BHs wurde erreicht, als für seine Produktion Stretchmaterialien verwendet wurden. Einfachere Schnitte und weniger Haltebänder waren die Folge. Der Tragekomfort stieg und damit die Akzeptanz bei den Kundinnen.
In dieser Zeit entstanden die ersten Wäschekollektionen speziell für junge Mädchen. Diese kamen von Amerika nach Europa. Eine Eigenart dieser Kollektionen war, dass die BHs keine runden sondern spitz zulaufende Cups hatten.
 
1952 verkaufte Triumph als größter Miederwarenhersteller Europas 13 Millionen Büstenhalter.
 
Als in den 60er Jahren die Kunstfaser Lycra wurde erfunden wurde, kamen die ersten nahtlosen Strumpfhosen auf den Markt.
 
1961 wurde der Push Up-BH erfunden. Dieser spezielle BH betont das Dekolleté indem er die Brüste anhebt.
In Deutschland wurden jährlich 41 Millionen BHs produziert.
Unterhemden und -röcke kamen aus der Mode, die Slips reichten nicht mehr bis über den Bauchnabel.
Der beinlose Slip setzte sich allgemein auch für Frauen durch.
 
Mitte 1965 wurden mit der Verwendung der Lycra-Faden zur Herstellung der BHs diese leichter und luftiger.
 
Der Körbchen-BH mit Verschluss an der Vorderseite blieb zwar in Mode, gleichzeitig kam jedoch auf Anregung des aus Wien stammenden US-Modedesigners Rudi Gernreich der „No-bra“-Bra (kein BH-BH) auf, der sich im Zuge des aufkommenden „Oben ohne“Trends und des Transparent-Looks von 1968 in den 70ern durchsetzte. Dabei handelte es sich um einen BH ohne Einlage, Versteifung oder Nähte, aus dünnem, durchsichtigem Material gefertigt, der sich durch einen hohen Tragekomfort auswies und aufgrund seiner Dehnbarkeit als One-Size-BH in die Geschichte einging.
 
Die junge Frau der 60er Jahre war leicht bekleidet und zog wesentlich weniger Dessous an als ihre Mutter. Sie trug BH und Panty mit Bauch-Weg-Effekt. Manchmal waren an der Innenseite des Panty Strumpfhalter befestigt.
Der noch heute übliche BH mit Schlüpfer entstammt den 60er Jahren. Trotz der geringen Anzahl an Wäschestücken verhüllten die Dessous den weiblichen Körper bis zum Aufkommen des Strings in der 80er Jahren.
 
Die Emanzipationswelle von 1968, ausgedrückt durch die Proteste der Neuen Frauenbewegung gegen einengende Frauen- und Körperideale, stellte die Unterwäscheindustrie vor neue Herausforderungen. Amerikanische Frauen wollten nicht mehr durch unnötigen Ballast eingeengt werden, protestierten gegen die Unterdrückung der Weiblichkeit und trugen keine BHs mehr. Frauenrechtlerinnen wehrten sich gegen die Unterdrückung der freien Weiblichkeit, die sich bekanntermaßen im BH manifestiert. Die Flower-Power-Bewegung und die Studenten-Revolten brachten öffentliche BH-Verbrennungen. Das Verbrennen der BHs und das freie Schwingen der Brüste wurden als Zeichen der Emanzipation gewertet.
Die Industrie war gezwungen zu handeln. So wurde in den 70ern ein neuer BH-Typ geboren: leicht und nur aus Tüll und Nylon.
 
Während der Joggingwelle in den USA im Jahr 1977 wurden einzelne Modelle von Sport-BHs von Läuferinnen selbst genäht. Diese Idee wurde von der Industrie sofort übernommen.
 
Seit den 70er-Jahren sind die French Knickers für Frauen modern.
 
Der modebewusste Mann trug fröhlich bunte, mit frechen Aufdrucken geschmückte Unterwäsche. Der Grieche Nikolaos ersetzte den klassischen Baumwollslip durch Feinrippwäsche mit Lycra.
 
Auf die bunten 70er folgten die wilden, aber verspielten 80er. Knallfarben und Rüschen waren angesagt.
In den 80ern hieß das Stichwort "androgyn", Männlein und Weiblein wollten sich plötzlich möglichst ähnlich sein.
Slips mit hohem Beinausschnitt nach dem griechischen Designer Nikos Apostolopoulos wurden auch für Frauen modern.
Eine Verkleinerungsform des Slips findet sich seit 1982 im Tanga, benannt nach der afrikanischen Stadt, bestehend aus zwei Stoff-Dreiecken bzw. im String-Tanga, der aus einem Dreieck und einer Gesäßschnur zusammengesetzt ist.
Die weite amerikanische Boxershorts wurde zur Mode für Männer.
 
Der Modetrend wurde in den 90er Jahren etwas dezenter aber auch luxuriöser.
Auch wenn das Korsett in den 60ern kurzfristig aus den Geschäften verbannt wurde, so verdanken wir es Pop-Star Madonna (Auftritt in der Münchner Olympiahalle 1990) und Jean Paul Gaultier, dass 1990 das Korsett wieder Einzug in die Welt der Mode hielt, diesmal aber als Oberbekleidung. Sie trug ein tolles Korsett als Bühnenoutfit.
 
1994 kommt der Wonder-Bra auf den Markt und wird so richtig berühmt, begründet vor allem durch die Entstehung eines neuen Frauenbildes: Während in den 60er und 70er Jahren eher kleine Brüste im Trend waren, sind seit den 90ern wieder Rundungen erlaubt – und die müssen richtig in Szene gesetzt werden.
 
1999 macht ein neuer Gel-BH jeden Busen schön - der "Ultimo-Bra" kommt auf den englischen Markt. Der neue BH betont die Brüste durch Gel-Polster - und die machen jede Körperbewegung mit! Sie ähneln Implantaten, mit denen Brüste operativ vergrößert werden.
 
Für die Frau von heute ist so gut wie alles erlaubt. Der Siegeszug der leichten Materialien hält an, Bewegungsfreiheit ist alles. Sexy, sportlich oder verrückt – Hauptsache man fühlt sich untendrunter wohl.
Heutzutage ist moderne Unterwäsche aus Kunstfaser "in". Diese Kunstfasern sind wahre Hightech Wunder: reißfest, strapazierfähig und Anti-Bügel Wunder heißen die Geheimwaffen dieser Super-Fasern.
Und auch das klassische, altmodische Korsett ist wieder „in“, wenn man in Modemagazinen blättert. Im Gegenteil, man spricht gar nicht mehr gern vom „Mieder“ wenn man up to date sein will!
 
In heutigen Tagen ist die Welt der Dessous eng mit der Intimsphäre der Frau verbunden, denn kaum ein anderes Kleidungsstück aus der Garderobe einer Frau steht mehr für ihre Weiblichkeit. Dessous formen den Körper, modellieren die Figur und setzen die Reize der Frau erotisch in Szene.
Während Dessous ursprünglich aus hygienischen Gründen getragen wurden, stehen sie heute mehr denn je für die Befreiung des weiblichen Körpers und für die Befreiung der Frau selbst.
 
Heute verschwimmt die Grenze zwischen Wäsche und Oberbekleidung zusehends. Immer öfter wird die reizende Wäsche auch als Darüber getragen. Heute dürfen BHs auch sichtbar unter transparenten Oberteilen oder als Akzentsetzung über T-Shirts und Blusen nach dem Vorbild von Vivienne Westwood getragen werden. Es gilt als sexy, BH oder Stringtanga unter der Oberbekleidung „hervorblitzen“ zu lassen. Schließlich sind die Modelle zum Verstecken auch einfach viel zu schade. Push Up, Tanga, G-String und Pants mischen sich mit Miedern und Korsagen, der Materialmix von Samt und Seide, Lack und Leder, Pelz und Federn sorgt zusätzlich für Abwechslung. Und zu allem setzen Tüll, Netz, Rüschen und Stickereien aufregende Akzente.
Erlaubt ist, was gefällt - von exquisit verrucht bis zierlich verspielt bleibt kein Wunsch offen.
 
Quellen:
„Zur Geschichte der Unterwäsche 1700-1960“, Almut Junker, Eva Stille, Historisches Museum Frankfurt am Main
„Wäsche, Mode Markt und Marketing“, Felicitas Bachmann, Christa Madeyka, Mechthild Meyer-Schneidewind, Deutscher Fachverlag
„Die Dessous“ von Muriel Barbier und Shazia Boucher
„Mode! Das 20.Jahrhundert“, Gerda Buxbaum
Vanity Fair online

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